Rassebeschreibungen von Schafen



Kamerunschafe
Gotländisches Pelzschaf
Gotlandschaf
Bentheimer Landschaf
Braune Deutsche Bergschafe
Brillenschafe
Coburger Fuchsschaf
Finnschafe
Graue Gehörnte Heidschnucken
Jacobsschafe
Karakulschaf
Leineschafe
Ouessantschafe
Raueollige Pommersche Landschafe
Rhöhnschafe
Romanowschafe
Scottisch Blackface
Skudde-Schafe
Soay-Schaf
Steinschafe
Zackelschafe
Waldschafe
Weiße Deutsche Bergschafe
Weiße Gehörnte Heidschnucken
Weiße Hornlose Heidschnucken


Kamerunschafe

Rassebeschreibung:
Das Kamerunschaf stammt aus Westafrika. Es ist ein kleines, kurzschwänziges Haarschaf.
Der Kopf ist länglich mit kleinen Ohren, die Mutterschafe sind hornlos. Das schneckenförmige Gehörn der Böcke gilt ebenso als Geschlechtsmerkmal wie eine Mähne an Hals und Brust. Das Haarkleid ist dicht und eng anliegend und wird im Winter durch eine dichte Unterwolle, welche im Frühjahr wieder abgestoßen wird, ergänzt. Die rassetypischen Fellfarben sind braunmarkenfarbig, Bauch, Kopf und Beine sind mit schwarzer Zeichnung. Es gibt aber auch schwarzmarkenfarbige und reinschwarze Tiere. Die Brunst ist asaisonal, zwei Lammungen in einem Jahr sind möglich und die erste Zulassung kann im Alter von 7 Monaten erfolgen.

Zuchtziel:

Züchtung eines anspruchslosen, widerstandsfähigen Landschafes mit Haarkleid. Tiere mit nicht rassetypischer Farbe können nur ins Vorbuch eingetragen werden. Die Fellfärbung muss mit verzeichnet sein.

Schafrassen


Karakulschaf

Rassebeschreibung:
Das Karakulschaf ist ein mittelrahmiges, mischwolliges Fettschwanzschaf, welches aus den Steppen Mittelasiens stammt.
An dem langen, schmalen, ramsnasigen Kopf, der mit glänzenden Stichelhaaren besetzt ist, tragen die Böcke in der Regel Hörner, während die weiblichen Tiere hornlos sind.
Charakteristisch sind die langen Hängeohren und der lange Fettschwanz, der sich viereckig bis keilförmig mit S-förmig gebogenem Ende am Kreuzbein über den Widerrist erhebt und bis zu 5 kg schwer werden kann.
Die Beine tragen ebenfalls glänzendes Stichelhaar. Die langabgewachsene Mischwolle ist bei einjährigen Tieren von schwarzer Farbe und verändert sich zu grauschwarz oder graubraun mit zunehmendem Lebensalter. Daneben gibt es weiße, braune, braungeschimmelte sowie surfarbene Tiere (helle Spitzen, dunkler Grund).
Die Tiere haben weitgehend asaisonales Brunstverhalten und werden in einem Alter von 18 Monaten das erste Mal belegt.

Zuchtziel:
Züchtung eines robusten Landschafes mit gutem Fundament. Im Hinblick auf die Erzeugung möglichst großer Lammfelle werden großrahmige Tiere bevorzugt, bei nicht mehr als einem Lamm je Geburt.
Das Vlies der Lämmer soll mittelgroße, geschlossene, lange Röhrenlocken aus Lyramuster haben und von hohem Glanz und Elastizität sein, auch eine flache Locke ist möglich.

Schafrassen


Gotländisches Pelzschaf

Rassebeschreibung:
Das Gotländische Pelzschaf gehört zur Gruppe der mischwolligen, nordeuropäischen Kurzschwanzschafe. Sein Ursprungsgebiet ist Schweden.
Den hornlosen, mit schwarzem Stichelhaar besetzten Kopf kennzeichnet eine lange, schmale, leicht geramste Nase. Häufig hat er weiße Marken. Die langen Beine sind mit schwarzem Stichelhaar besetzt, weiße Marken sind selten, die Klauen sind pigmentiert.
Das mischwollige Vlies ist langabwachsend und stark gelockt, in unterschiedlicher Qualität, grobe, mittlere und feine Locken. Eine besondere Spezialität ist eine hervorragende Filzbarkeit der Wolle.
Die Böcke haben eine leichte Mähnenbildung. Die Lämmer werden mit schwarzem Vlies geboren. Durch nachwachsende, weiße Fasern wird das Vlies bis zum 2. Lebensmonat hellsilbergrau, einige Lämmer bleiben jedoch schwarz.
Die Brunst ist saisonal und eine Erstzulassung ist in einem Alter von 12 Monaten möglich.

Zuchtziel:
Züchtung eines vitalen, kleinen bis mittelgroßen, kurzschwänzigen und mischwolligen Landschafes mit gut filzbarer Wolle. Braune

Schafrassen

Gotlandschaf

Rassebeschreibung:
Das Gotlandschaf gehört zu der Gruppe der mischwolligen, nordeuropäischen Kurzschwanzschafe. Die ursprüngliche schwedische Landschafrasse hat durch zahlreiche Einkreuzungen in dem kleinen Restbestand eine große Variationsbreite der äußeren Merkmale erhalten.
Der unbewollte Kopf ist bei beiden Geschlechtern lang, schmal und keilförmig.
Die Augenbögen treten markant hervor, weiß bis schwarze Stichelhaare, zum Teil mit Sterne und Blesse bedecken den Kopf. Die Augen sind normalerweise hell umrandet.
Beide Geschlechter sind in der Regel behornt, die Böcke tragen nach vorne gedrehte, schwere Schnecken.
Weibliche Tiere tragen kurze, nach hinten auswärtsgebogene Sichelhörner oder mittellange Hornstummel. Hornlosigkeit ist selten.
Die langen, dünnen, hinten engstehenden Beine sind oft von rehfarbenem Stichelhaar besetzt.
Das mischwollige Vlies hat verschiedene Farben. Der natürliche Haarwechsel ist im Juli. Die Brunst ist saisonal, die erste Zulassung ist mit 12 Monaten möglich, z. T. früher.

Zuchtziel:
Erhaltung der Robustheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit

Schafrassen

Bentheimer Landschaf

Rassebeschreibung:
Das Bentheimer Landschaf, aus der Kreuzung von schlichtwolligem Marschschaf mit Heideschaf entstanden, ist ursprünglich in Niedersachsen verbreitet.
Es ist ein großrahmiges, hochbeiniges Schaf mit schwarzen Zeichen um die Augen und mit langen, großen Ohren mit meist dunklen Spitzen. Der Kopf ist schmal und länglich, unbewollt und besonders bei Böcken geramst. Bentheimer Landschafe sind hornlos. Neben der schwarzen Zeichnung ist vor allem der lange, bewollte Schwanz, der beinahe die Erde berührt, kennzeichnend für diese Rasse.
Die schlichte Wolle des Bentheimer Landschafes ist reinweiß, hat ein Sortiment von D - DE (37 bis 38 Mikron). Mähnenbildung ist möglich.

Zuchtziel:
Züchtung eines anspruchlosen, marschfähigen und widerstandsfähigen Landschafes. Eine verlängerte Brunstsaison ist bei den Bentheimern stark ausgeprägt. Eine Erstzulassung ab sieben Monaten ist möglich.

Schafrassen

Braune Deutsche Bergschafe

Rassebeschreibung:
Das Braune Deutsche Bergschaf ist ein mittelgroßes bis großes, ganzfarbig braunes Landschaf der Alpenregion. Der schmale Kopf ist ramsnasig, hornlos und trägt breite, hängende Ohren.
Das Vlies besteht aus einer cognacfarbenen bis sattbraunen Schlichtwolle in einer Feinheit von 32 bis 36 Mikron. Zweimal jährlich Schur. Das Brunstverhalten ist ausgeprägt asaisonal. Erstzulassung ist mit 8 Monaten möglich.

Zuchtziel:

Züchtung eines an raue Hochgebirgsbedingungen anpassungsfähigen, frühreifen Schafes mit hoher Fruchtbarkeit.

Schafrassen


Brillenschafe

Rassebeschreibung:
Das Brillenschaf hat seinen Ursprung in Kärnten und entstand aus der Einkreuzung von Paduaner- und Bergamaskerschafen in die bodenständigen Kärntener Landschafe. Der lange, schmale, unbewollte Kopf ist hornlos, ramsnasig und trägt breite, hängende Ohren. Die typische Pigmentierung (Brille) soll das Auge gleichmäßig umgeben und kann zur Nase hin verschoben auftreten. Die unteren ein bis zwei Drittel der Ohren sind schwarz pigmentiert. An der Unterlippe und am Kinn sind geschlossene Pigmentflecken ebenfalls möglich.
Das großrahmige Schaf hat ein weißes, schlichtwolliges Vlies mit einer Faserstärke von 32 bis 38 Mikron.
Die Brunst ist asaisonal und eine Erstzulassung ist im Alter von 8 bis 10 Monaten möglich.

Zuchtziel:
Züchtung eines anpassungsfähigen, anspruchslosen Schafes für die Gebirgsregion, dass sich besonders durch Frühreife und Anpassung für niederschlagsreiche Gebiete eignet.

Schafrassen



Coburger Fuchsschaf

Rassebeschreibung:
Diese Landschafrasse ist ursprünglich in vielen Mittelgebirgsregionen Deutschlands beheimatet gewesen (z. B. Coburger Füchse, Oberpfälzer Füchse, Westerwälder Füchse, Eifeler Füchse).
Das Coburger Fuchsschaf ist ein mittelgroßes Schaf, mit hornlosem, schmalem Kopf, der bis hinter die Ohren unbewollt ist, von goldgelber bis rotbrauner Farbe. Eine leichte Ramsnase ist möglich.
Die Beine sind unbewollt und von gleicher Farbe wie der Kopf. Die Hinterbeinstellung ist leicht gewinkelt. Das Schaf hat eine langabwachsende Mischwolle.
Das Vlies der neugeborenen Lämmer ist rotbraun und hellt mit zunehmendem Alter auf, wird aber auch bei erwachsenen Tieren in der Regel nicht ganz weiß. Für die unterschiedlichen Typen ist ein goldener bis rotbrauner Schimmer in der Wolle kennzeichnend („Goldenes Vlies“).
Die Coburger Fuchsschafe verfügen über eine lange Brunstsaison. Die erste Zulassung ist im Alter von 12 bis 18 Monaten möglich.

Zuchtziel:
Züchtung eines widerstandsfähigen, genügsamen, pferchfähigen Landschafes mit besonderer Eignung zur Koppel- und Hütehaltung in den rauen Mittelgebirgslagen. Erhaltung der regionalen Rasseschläge.

Schafrassen


Finnschafe

Rassebeschreibung:
Finnschafe sind auf Fruchtbarkeit gezüchtete Nachkommen alter nordischer mischwolliger Kurzschwanzschafe.
Die mittelrahmige, fast nur noch weiße Landschafrasse hat einen mit kurzen Stichelhaaren besetzten großen Kopf mit breiter Stirn, unbewollt bis hinter die kleinen, seitwärts stehenden Ohren. Hornlosigkeit ist die Regel. Hals und Brust sind kräftig, bei Böcken Halsfalte, z. T. mit vliesfarbiger Mähne. Der Rumpf ist tief und lang, Rücken gerade, Schwanz kurz, hoch angesetzt, ganz behaart. Beine besetzt, Klauen oft weich. Das schlichtwollige Vlies ist fast ausschließlich weiß.
Die Brunstsaison ist stark verlängert. Erstzulassung kann im 8. bis 9. Lebensmonat erfolgen.

Zuchtziel:

Züchtung eines mittelrahmigen sehr fruchtbaren, wenig anspruchsvollen, widerstandsfähigen Landeschafes mit festen Klauen.

Schafrassen

Graue Gehörnte Heidschnucken

Rassebeschreibung:
Die Graue Gehörnte Heidschnucke ist ein mischwolliges Landschaf, das sich aus den besonderen Verhältnissen der Heidelandschaft sehr gut entwickelt hat. Es hat sich ursprünglich überwiegend von Heidekraut und Birkenaufwuchs ernährt, kann aber auch auf nicht zu intensiver Grasweide gehalten werden. Hüte- und Koppelhaltung sind möglich.
Der längliche Kopf der Mutterschafe trägt nach hinten gebogene Hörner, der der Böcke schneckenartige Hörner. Die Hörner dürfen bei beiden Geschlechtern nicht zu eng am Kopf stehen, um Beschädigungen des Kopfes zu vermeiden. Die kleinen Ohren stehen schräg aufwärts. Der Rumpf ist tief und geschlossen, die Rippe gut gewölbt, das Fundament fein und trocken, die Klaue hart.
Die Wolle hat DE bis E/EE-Feinheit (38 bis 39 Mikron). Das mischwollige Vlies wird gleichmäßig ausgebildet und nicht zu hell gefärbt verlangt (als Ideal wird ein graues Vlies mit schwarzem Brustlatz angesehen). Kopf und Beine sollen unbewollt und schwarz behaart sein. Graues Stichelhaar ist unerwünscht. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere Vlies aus feinerem, weichem Unterhaar. Die Lämmer werden mit schwarzer, gelockter Wolle geboren. Das Haar beginnt sich im Laufe des 1. Lebensjahrs zu verfärben und erst nach der 1. Schur stellt sich die rassetypische graue Farbe ein.
Die Brunst ist saisonal, die Zulassung erfolgt im Alter von 10 bis 18 Monaten, je nach Fütterungs- und Haltungsbedingungen.

Zuchtziel:
Züchtung eines bodenständigen, anspruchslosen, widerstandsfähigen und zur Landschaftspflege besonders geeigneten Landschafes.
Die wertvollen Fleischpartien sollen innerhalb des durch die knappe Futtergrundlage gesteckten Rahmens so gut ausgebildet wie möglich sein. Eine korrekte Ausbildung von Fundament und Klauen ist Voraussetzung für die Nutzung in der überwiegenden Hütehaltung

Schafrassen

Jacobsschafe

Rassebeschreibung:
Das Jakobschaf ist ursprünglich in Großbritannien beheimatet, wo es neben der Landschaftspflege zur Wollgewinnung eingesetzt wird. Es handelt sich um ein mittelgroßes, mischwolliges, langschwänziges, robustes Schaf, welches an dem Kopf zwischen zwei und sechs Hörnern (paarig) trägt. Der Kopf ist bis zum Hornansatz wollfrei, in der charakteristischen Farbe braunweiß bis schwarzweiß.
Rassetypisch ist ein Gesicht mit weißer Blesse und dunklen Backen und möglichst dunkler Nase. Die Beine sind unbewollt und weiß oder gefleckt gezeichnet. Die braunweiße oder schwarzweiße Wolle ist sehr gut spinnfähig. Das Vlies besteht aus feinen, schlichten Wollfasern und wenigen, gleichgefärbten Kurzhaaren (Stichelhaaren).

Zuchtziel:
Züchtung eines mittelrahmigen Landschafes mit rassetypischer Ausbildung des Kopfes, der Hörner und der Färbung des Wollvlieses. Melierte Wolle ist unerwünscht. Dunkle Flecken sollten im weißen Vlies deutlich abgesetzt sein.



Leineschafe

Rassebeschreibung:
Das Leineschaf ist ein mittelrahmiges Landschaf mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen Witterungs- und Haltungseinflüsse und besonderer Eignung für die Pferchhaltung. Die ursprüngliche Heimat ist Südniedersachsen, längs der Leine und das Eichsfeld.
Der Kopf des weiblichen Schafes ist lang und schmal, der des Bockes kürzer und gröber. Beide Geschlechter sind hornlos und haben eine Ramsnase. Für ein Landschaf gut bemuskelt.
Kopf und Beine sind unbewollt. Das Vlies besteht aus einer weißen, langabwachsenden, dicht gestapelten Schlichtwolle von 28 bis 34 Mikron.
Das Leineschaf verfügt über eine lange Brunstsaison und die Erstzulassung kann ab dem 10. Monat erfolgen.

Zuchtziel:

Züchtung eines genügsamen, widerstandsfähigen Landschafes, welches keinen Wollmangel an Unterhals und Bauch haben sollte. Pigmente sind unerwünscht.

Schafrassen



Ouessantschafe

Rassenbeschreibung:
Das Ouessantschaf (bretonisches Zwergschaf) ist die kleinste Schafrasse der Welt und stammt von der Ile d’Ouessant vor der Westküste der Bretagne. Das Schaf ist klein, relativ hochbeinig und hat – von oben gesehen – einen rechteckigen Körperbau. Der Kopf ist fein und regelmäßig und nur bei den Böcken geramst. Die Mutterschafe haben nur Hornstümpfe oder kleine Hörner, während die Böcke ein ausgeprägtes, geschwungenes Gehörn tragen. Die Gliedmaßen sind fein. Der Schwanz ist kurz und endet wenig über dem Sprunggelenk.
Das Ouessantschaf hat eine sehr langabwachsende, dichte und grobe Wolle mit sehr dichter Unterwolle. Die Vliesfarbe muss einheitlich schwarz, braun oder weiß sein, neuerdings wird auch Schimmel geduldet.
Die Brunstsaison ist kurz (Oktober bis Anfang Januar). Erstzulassung ist mit 7 bis 8 Monaten möglich.

Zuchtziel:
Erwünscht ist ein hartes und anspruchsloses Schaf mit geringsten Futter- und Versorgungsansprüchen. Die Farbe des Vlieses muss einheitlich sein.

Schafrassen


Rauwollige Pommersche Landschafe

Rassebeschreibung:
Das Rauhwollige Pommersche Landschaf ist ein mittelgroßes Schaf, daß aus den Küstengebieten der Ostsee stammt.
Dieses Schaf hat einen hornlosen, mit schwarzen Stichelhaaren besetzten, mittelgroßen Kopf. Die Zunge ist blau, ein Stirnschopf kann vorhanden sein. Ein Mehlmaul ist zulässig. Die Beine sind mit schwarzem Stichelhaar besetzt und unbewollt.
Das Vlies aus langabgewachsener Mischwolle variiert von stahlblau bis grau. Bei den Böcken ist eine bis zur Schulter reichende Mähne aus schwarzem Langhaar erwünscht. Beide Geschlechter können einen Aalstrich aufweisen.
Die Lämmer werden mit einem schwarzen, leicht gekräuselten Vlies geboren.
Die Schafe haben eine lange Brunstsaison, die Zulassung erfolgt in einem Alter von 11 bis 15 Monaten.

Zuchtziel:

Züchtung eines mittelgroßen, widerstandsfähigen Schafes für die Landschaftspflege.

Schafrassen


Rhöhnschafe

Rassebeschreibung:
Das Rhönschaf ist ein mittelgroßes Schaf mit schwarzhaarigem, hornlosem, bis hinter die Ohren unbewolltem Kopf. Eine weiße Platte, die bis an die Ohren reicht, ist erlaubt, ebenso ein handbreiter Kragen, dessen Spitze bis auf etwa 1,5 Handbreit an das Brustbein heranragen kann.
Die Beine sind unbewollt. Außer dem Kopf müssen alle behaarten Körperteile bis zu den Klauen weiß sein.
Das Schaf hat einen kräftigen und langen Körper. Die Hinterbeinstellung kann leicht gewinkelt sein. Die weiße Schlichtwolle mit typischem Glanz hat eine Feinheit von 32 bis 38 Mikron.
Das Schaf hat eine lange Brunstsaison. Die Erstzulassung erfolgt im Alter von 12 bis 18 Monaten.
Zuchtziel: Ein anspruchsloses, widerstandsfähiges, marsch- und pferchfähiges Schaf zur Landschaftspflege, besonders in rauen Mittelgebirgslagen.
Asaisonale Brunst wird angestrebt.

Schafrassen



Romanowschafe

Rassebeschreibung:
Das Romanowschaf ist ein aus Russland stammendes mischwolliges, besonders kurzschwänziges Landschaf. Die Zucht auf Fellgewinnung ergab den heutigen Standardtyp.
Der kleine, schwarze Kopf, der bei Böcken eine Ramsnase trägt, hat eine weiße Blesse. Behornung ist selten. Die Beine sind feingliedrig, bei weiblichen Tieren oft engstehend und mit schwarzem Stichelhaar besetzt. An den Fesseln befinden sich weiße Marken. Das Schaf hat ein blaugraues Mischwollvlies, welches aus schwarzen Kurz- und weißen Langhaaren besteht. Die Böcke tragen eine schwarze Hals- und Schultermähne.
Die Lämmer werden mit einem schwarzen Vlies geboren, welches sich relativ schnell zur blaugrauen Farbe aufhellt.
Die Brunst ist asaisonal, zwei Lammungen je Jahr sind möglich. Die Erstzulassung erfolgt ab dem 8. Lebensmonat.

Zuchtziel:

Züchtung eines anspruchslosen, widerstandsfähigen Schafes mit betont hoher Fruchtbarkeit und einem qualitativ hochwertigen Fell bei den Lämmern.

Schafrassen



Scottisch Blackface

Rassebeschreibung:
Das Scottisch Blackface zählt zu den Hochgebirgsschafrassen (hill breeds) Großbritanniens. Es ist ein mittelgroßes, mischwolliges Landschaf mit ramsförmigem, breitem, schwarz-weiß geflecktem Kopf. Die Klauen sind fest und schwarz. Beide Geschlechter sind gehörnt und mit zunehmendem Alter entwickelt sich das Gehörn bei den Böcken schneckenförmig.
Die grobe, rein weiße Wolle ist langabwachsend (200 bis 300 mm) und ist im Stapel mit festem, dichtem Unterhaar und langem Deckhaar strukturiert.

Zuchtziel:
Züchtung eines ausgesprochen widerstandsfähigen, harten Schafes, das auch auf kargen und feuchten Standorten zur Fleisch- und Wollerzeugung geeignet ist.

Schafrassen


Skudde-Schafe

Rassebeschreibung:
Die Skudde ist eine ursprüngliche mischwollige Landschafrasse, die zur Gruppe der kurzschwänzigen, nordischen Heideschafe zählt. Ihren Ursprung hat diese Rasse in Ostpreußen und im Baltikum.
Es handelt sich um das kleinste deutsche Schaf mit keilförmigem Kopf, der mit Stichelhaaren besetzt ist. Die Böcke tragen ein schneckenförmiges Gehörn mit ausreichendem Abstand zum Kiefer, dessen Spitzen wenig nach außen gestellt sein sollte, während die weiblichen Tiere hornlos, mit abstoßbaren Stummelhörnern oder gehörnt sein können. Böcke besitzen eine Mähne. Eine Pigmentierung der Lider und des Nasenspiegels ist typisch.
Der kurze, dreieckige Schwanz sollte über dem Sprunggelenk enden und ist mit Borsthaaren besetzt. Das Vlies besteht aus einer meist weißen Mischwolle, selten ist eine braune oder schwarze Vliesfarbe. Mehrfarbige, scheckige Vliese sind unerwünscht.
Die Brunst ist asaisonal. Die Erstzulassung kann in einem Alter von 10 bis 16 Monaten erfolgen.

Zuchtziel:
Die Züchtung eines robusten, kleinrahmigen Schafes mit besonderer Eignung zur Landschaftspflege auf mageren Standorten. Erwünscht ist eine Verbesserung der Bauchbewollung.



Soay-Schaf

Rassebeschreibung:
Das Soay-Schaf stammt von der Insel Soay vor der Westküste Schottlands und stellt eine entwicklungsgeschichtlich sehr frühe Form des Hausschafes dar.
Es ist ein kleinwüchsiges, mischwolliges Schaf mit langen Beinen und kurzem Schwanz.
Während der Kopf bei den weiblichen Tieren behornt und unbehornt sein kann, sind abwärtsgerichtete Hörner ohne Spiralbildung beim Bock ein Rassemerkmal.
Die Ohren sind im Innenbereich hell. Ein heller Fleck um die Augen sowie der helle Spiegel sind typisch.
Das kurzwollige Vlies ist bei den meisten Tieren dunkelbraun, es kommen aber auch hellere Tiere mit und ohne Abzeichen vor. Die Lämmer können auch schwarz sein.
Beide Geschlechter entwickeln im Kehl- und Halsbereich eine schwarze Mähne. Das Vlies wird im Sommer auf natürliche Weise abgestreift.
Die Brunst ist saisonal und die Erstzulassung kann mit etwa einem Jahr erfolgen.

Zuchtziel:

Züchtung eines robusten und wetterfesten Schafes, welches sich durch leichte Ablammungen auszeichnet.

Schafrassen


Steinschafe

Rassebeschreibung:
Das Steinschaf stammt vom Zaupelschaf ab und entspricht der ursprünglichen Schafrasse der Alpen. Es ist ein kleines bis mittelgroßes Schaf mit gerader Kopfform und leichter Ramsnasigkeit. Der überwiegende Teil der Böcke ist gehörnt. Weibliche Tiere tragen gelegentlich Hornansätze.
Das Vlies ist mischwollig und es kommen alle Wollfarben und Farbzeichnungen vor.
Die Brunst ist asaisonal, eine zweimalige Lammung je Jahr ist möglich. Wegen der Frühreife kann die Erstzulassung im Alter von 8 bis 10 Monaten erfolgen.

Zuchtziel:
Züchtung eines anpassungsfähigen, robusten Schafes für die rauen Lagen des Hochgebirges.

Schafrassen


Zackelschafe

Rassebeschreibung:
Das Zackelschaf gehört zu den urtümlichsten Hausschafrassen, stammt aus dem südosteuropäischen Raum und wird heute zumeist in Ungarn in kleinen Beständen in Verbindung mit Schafen anderer Rassen gehalten.
Es handelt sich hier um ein mittelgroßes mischwolliges, langschwänziges Schaf mit einem auffallend schmalen Kopf und kleinen Ohren. Charakteristisch sind die großen, leuchtenden Augen.
Beide Geschlechter tragen V-förmig auseinander strebende, korkenzieherartig gedrehte Hörner, die bei den Böcken bis zu 1 m Länge erreichen können. Das Gehörn der weiblichen Tiere ist kürzer, selten sind hornlose weibliche Tiere.
Die Mischwolle des Vlieses, die in Körpernähe verfilzt ist, hängt in langen Locken herab. Üblich sind die Farbvarianten weiß und schwarz. Die meisten Tiere haben einen braunen Kopf und braune Beine. Schwarz- und graugesichtige Schafe mit weißem Vlies sind selten.
Die Klauen sind klein und sehr widerstandsfähig. Das gut ausgebildete Euter mit der auffallenden Zitzenform bedingt eine gute Melkbarkeit.
Das Fell der neugeborenen Lämmer der schwarzen Zuchtrichtung ist weich und gelockt, persianerähnlich. Später verliert die Wolle ihren Glanz und erhält durch die Sonneneinwirkung eine rötliche Tönung.
Die Brunst ist streng saisonal. Eine Erstzulassung ist mit 18 Monaten möglich.

Zuchtziel:
Zuchtziel ist die Erhaltung dieses eigenwilligen, an raue Haltungsbedingungen angepaßten, genügsamen Schafes in zwei Farbvarianten mit guter Milchleistung und Melkbarkeit.

Schafrassen

Waldschafe

Rassebeschreibung:
Das Waldschaf, dass vom Zaupelschaf abstammt, ist klein bis mittelgroß. Das Kopfprofil ist gerade und das Nasenbein ist leicht gebogen. Der überwiegende Teil der Tiere ist bei beiden Geschlechtern hornlos.
Das einfarbige Vlies ist mischwollig von meist weißer, aber auch brauner oder schwarzer Farbe.
Die Brunst ist asaisonal, eine zweimalige Lammung je Jahr ist möglich. Die Erstzulassung ist ab 8 Monaten möglich.

Zuchtziel:
Züchtung eines robusten, wetterharten Schafes.

Schafrassen




Weiße Deutsche Bergschafe

Rassebeschreibung:
Das Weiße Deutsche Bergschaf wurde aus den Bergschafrassen der Alpenländer gezüchtet. Es ist ein mittelgroßes bis großes, ganzfarbig weißes Landschaf mit schmalem, ramsnasigem Kopf, der hornlos ist und lange, breite, hängende Ohren trägt.
Die kräftigen Beine haben straffe Fesseln und feste Klauen.
Das Vlies besteht aus einer gewellten, weißen Schlichtwolle mit seidigem Glanz, die eine Feinheit von 32 bis 36 Mikron hat. Zweimal jährlich Schur.
Die Brunst ist ausgeprägt asaisonal. Erstzulassung ist mit 8 Monaten möglich.

Zuchtziel:

Züchtung eines an die Haltung in rauen Hochgebirgslagen angepasstes, frühreifes Landschaf mit hoher Fruchtbarkeit. Selektion auf Pigmentfreiheit.

Schafrassen


Weiße Gehörnte Heidschnucken

Rassebeschreibung:
Die Weiße Gehörnte Heidschnucke ist ein genügsames mischwolliges Landschaf und für die Beweidung von Heide- und Moorflächen besonders geeignet. Die Farbe ist weiß und ohne Abzeichen.
Der lange, keilförmige Kopf trägt schneckenförmige Hörner bei den Böcken und sichelförmig nach hinten gebogene Hörner bei den weiblichen Tieren. Die Hörner dürfen bei beiden Geschlechtern nicht eng am Kopf stehen, um Beschädigungen des Kopfes zu vermeiden.
Das mischwollige Vlies soll rein weiß und gleichmäßig ausgebildet sein. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere Vlies aus feinerem, weichem Unterhaar. Kopf, Beine und der kurze Schwanz sollen unbewollt und weiß behaart sein.
Die Brunst ist saisonal, die Erstzulassung erfolgt im Alter von 10 bis 18 Monaten, je nach Fütterungs- und Haltungsbedingungen. Sehr gute Muttereigenschaften und eine leichte Lammung sind weitere Kennzeichen dieser Rasse.

Zuchtziel:
Züchtung eines genügsamen, widerstandsfähigen und zur Landschaftspflege besonders geeigneten Landschafes.
Erwünscht ist ein fettarmer Schlachtkörper, der qualitativ hochwertiges Fleisch liefert. Durch korrekte Ausbildung von Fundament und Klauen wird eine gute Marschfähigkeit erreicht.

Schafrassen



Weiße Hornlose Heidschnucken



Rassebeschreibung:
Die Weiße Hornlose Heidschnucke ist ein kleinwüchsiges mischwolliges Landschaf, das von den besonderen Verhältnissen der feuchten Moor-Heidelandschaft geprägt wurde. Es kann sich von Heidekraut und Moorgräsern und -kräutern sowie Birkenaufwuchs ernähren.
Beide Geschlechter sind ungehörnt. Kleiner, länglicher Kopf mit kleinen, schräg aufwärtsstehenden Ohren. Sehr feiner Knochenbau, feste Klauen. Die Farbe ist weiß und ohne Abzeichen. Der Kopf ist unbewollt, kann aber auch einen kleinen Wollschopf (Schaupe) tragen. Sehr gute Muttereigenschaften und leichte Lammungen sind rassetypisch.
Das mischwollige Vlies soll rein weiß und gleichmäßig ausgebildet sein. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere aus feinem, weichem Unterhaar. Das Vlies soll möglichst dicht und langgewellt den Körper bedecken, ein rundlockiges Vlies ist unerwünscht. Es ist auf eine ausreichende Bauchbewollung zu achten. Beine und der kurze Schwanz sollen weiß und unbewollt sein.

Zuchtziel:
Anspruchslos, widerstandsfähig, marschfähig, besonders zur Landschaftspflege in Feuchtgebieten und Mooren geeignet. Durch korrektes Fundament und feste Klauen wird eine gute Marschfähigkeit erreicht. Erstzulassung ab sechs Monaten möglich, je nach Entwicklungszustand. Saisonaler Brunstzyklus.

Schafrassen



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