Infos Kamerunschafe

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Rassebeschreibung
Zuchtziel
Leistungsangaben
Haltung
Stallaufbau
Zucht
Fütterung
Krankheiten



 

Rassebeschreibung

Das Kamerunschaf stammt aus Westafrika. Es ist ein kleines, kurzschwänziges Haarschaf.
Der Kopf ist länglich mit kleinen Ohren, die Mutterschafe sind hornlos.
Das schneckenförmige Gehörn der Böcke gilt ebenso als Geschlechtsmerkmal wie eine Mähne an Hals und Brust.

Das Haarkleid ist dicht und enganliegend und wird im Winter durch eine dichte Unterwolle, welche im Frühjahr wieder abgestoßen wird,ergänzt.

Die rassetypischen Fellfarben sind braunmarkenfarbig, Bauch, Kopf und
Beine sind mit schwarzer Zeichnung.
Es gibt aber auch schwarzmarkenfarbige und reinschwarze Tiere.
Die Brunst ist asaisonal, zwei Lammungen in einem Jahr sind
möglich und die erste Zulassung kann im Alter von 7 Monaten erfolgen.

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Zuchtziel

Züchtung eines anspruchslosen, widerstandsfähigen Landschafen mit Haarkleid.
Tiere mit nicht rassetypischer Farbe können nur ins Vorbuch eingetragen werden.
Die Fellfärbung muss mit verzeichnet sein.


Leistungsangaben

  Körpergewicht  Vliesgewicht  Ablammergebnis 
Altböcke  45-60 Kg    
Muttertiere  35-50 Kg   150 % 
Jährlingsböcke  35-40 Kg   -    


Quelle

Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V. (VDL)
Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Claire-Waldoff-Strasse 7
10117 Berlin
Tel.: 030/ 31904-540
Fax: 030/ 31904-549

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Haltung

Die Haltung von Kamerunschafen erfordert keine großen Voraussetzungen da Kamerunschafe recht einfach gehalten werden können... so wird oft über die Haltung von Kamerunern gesprochen doch sollte man einige Dinge über diese Tiere wissen und beachten.

Kamerunschafen genügt ein zugfreier Unterstand doch ist für eine bessere Rundumversorgung der Tiere ein Stall idealer.
Man bedenke das für die Pflege der Tiere die Möglichkeit gegeben sein muß die Schafe auch eimal einzufangen. Auf einer Weide mit Unterstand besteht da bei den recht flinken und auch scheuen Schafen keine Chance.
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Stallaufbau



Der Stall sollte wie auch ein Unterstand zugfrei sein, und sollte aber trotzdem über eine gute Belüftung verfügen.
Er sollte ausreichend Platz bieten, und wenn möglich auch einen Bereich wo man den Bock nach dem Ablammen der Auen, wenn nötig, kurzzeitig von der Herde trennen kann.
In dieser Zeit ist der Bock den Auen gegenüber manchmal sehr aufdringlich, und die Auen legen weite Wege über die Weiden zurück, was für die kleinen Lämmer in den ersten Stunden sehr kräfteraubend ist und sogar im Extremfall tödlich enden kann.

Des weiteren kann dieser Bereich zur medizinischen Versorgung einzelner Tiere genutzt werden, und was meiner Meinung nach das Interessanteste ist, wenn man den Bereich mit einer sehr kleinen Tür ausrüstet, die gerade den Lämmern reicht, kann man gezielt die Lämmer zufüttern in den Wintermonaten.

Der Stall muß über eine geeignete Tränke verfügen da die Flüssigkeitsaufnahme der Schafe durch die Aufnahme von Raufutter in den Wintermonaten um einiges höher ist als im Sommer.
Der Futtertrog sollte nicht fest montiert sein sondern zum hochklappen abdecken oder einfach hochstellen da sich sonst Fäkalien im Trog sammeln. Wichtig ist das der Trog groß genug ist das alle Tiere gleichzeitig fressen können und nicht nur die starken.
Die Heuraufe kann an der Wand befestigt sein oder frei stehen. Wichtig ist das der Abstand der Stangen zueinander nicht zu groß ist da sonst der größte Teil vom Heu nur rausgerissen und auf dem Boden verteilt wird allerdings kann man sich dann das Einstreuen sparen.
Ein Salzleckstein sollte angeboten werden und eine Mineralleckschale für Schafe darf nicht fehlen. Die Mineralleckschale sollte in einem Winkel von ca. 45° in Kopfhöhe montiert sein da sich sonst auch dort Vekalien sammeln.
Sinnvoll ist, zur Unterstützung der Schafe bei der Fellpflege, eine geeignete Scheuerstelle.
Ein an der Wand odere auch draußen bereizustellen. Ein befestigter Strassenbesen erfütt da seinen Zweck.

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Zucht

Das Zuchtziel wie beschrieben durch:
Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL)
ist bekannt doch die Realität sieht da etwas anders aus.
Da heute jeder der etwas Grünfläche hat Kameruner halten kann, und auch hält, ist die Auswahl der auf dem Markt angebotenen Schafe sehr groß. Verkaufen lassen sich meist große Schafe besser als kleine. Da das Kamerunschaf gegeüber anderen Schafrassen damit unterlegen ist wird gekreuzt was das Zeug hält.
Das geht dann natürlich auf das allgemeine Erscheinungsbild der Schafe, so das fünf Schafe in einer Herde und alle anders keine Seltenheit sind.

Die Herdbuchzucht von einigen Züchtern ist bei der Wahl der Schafe bestimmt hilfreich, doch gibt es auch bei vielen Züchtern ohne Herdbuch im gesammten Bundesgebiet gute reinrassige Schafe. Hilfreich bei dem auffinden solcher Züchter ist der Verein der Kamerunschafzüchter und Halter e.V. www.kamerun-schafe.de, bitte eine Anfrage senden, ich stelle den Kontakt her auch in Ihrer Nähe haben wir Mitglieder.

Die rassetypischen Fellfarben sind braunmarkenfarbig, Bauch, Kopf und
Beine sind mit schwarzer Zeichnung oder seltener das Negativ dieser Farbgebung schwarzmarkenfarbig oder schwarz.
Einige Fellfarben kommen sicherlich auch durch Einkreuzungen oder Inzucht doch sind bei Kamerunern auch weisse Fellzeichnungen
möglich. Vielleicht eine Laune der Natur oder durch Einkreuzung weit vergangener Generationen. So richtig klären läst sich die Frage über gescheckte nicht, doch ist die Rassetypische Fellfarbe sicherlich braun.
Die Meinungen über schwarze oder gescheckte Kameruner geht da stark auseinander, doch ist da sicherlich die Individualität eines jeden selbst gefragt. Es gibt Bilder von Zoologischen Gärten des 18 Jahrhundert wo aber genau solche gescheckten Kamerunschafe zu sehen sind.
Wir konzentrieren uns genau auf die Zucht dieser Schecken ohne einzukreuzen.
Kameruner lammen das ganze Jahr, wenn man nicht durch Seperathaltung der Böcke einen Ablammtermin bestimmt. Kameruner bekommen ihre Lämmer auch im Schnee doch sucht sich die Aue in dieser Jahreszeit natürlich den bestmöglichen Platz aus, darum sollte besonders in dieser Zeit eine geeigneter Stall gegeben sein.
Es können, da Zwillingsgeburten nicht selten sind, 4 Lämmer pro Jahr geboren werden.
Die Tragzeit der Auen ist 5 Monate.
Auen können mit einem Alter von 7 Monaten zugelassen werden doch sollte man dem Tier zuliebe min. bis zum 10`ten Monat warten.
Die Schafe sind vorher noch im Wachstum und verbrauchen wärend der Tragzeit viel mehr Energie so das sie im Wachstum zurückbleiben.


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Fütterung

Eine ausreichend große und gut gewachsene Weide ist in den Sommermonaten voll ausreichend. Salzleckstein und Mineralleckschale für Schafe sollten zur Verfügung stehen. Die Wasseraufnahme ist in den Sommermonaten sehr gering doch sollte immer frisches, sauberes Wasser zur Verfügung stehen da manche Schafe aus verunreinigten Gefäßen nicht trinken. Auch manche Kameruner sind da sehr eigen !!!
In den Wintermonaten sollte Heu zur freien Verfügung bereitgestellt werden. Auch der Kauf von Heu ist da nicht so einfach, denn es gibt dort Angebote von bis. Am meisten betrogen wird dort mit dem Gewicht denn zwei Ballen gleicher Größe müssen nicht das gleiche Gewicht haben. Auch Regen bei der Ernte sollte das Heu nicht haben denn es mindert die Qualität erheblich. Dies erkennt man dann an der Braunfärbung. Ein gutes Heu muss nach Wiese duften und halt auch wie Heu aussehen. Der zweite oder dritte Schnitt des Jahres ist meist nur noch Kurzhalmig und die Sonnenmonate sind dann auch gewesen doch fressen die Kameruner diesen Schnitt sehr gerne.
Der Bauer sieht meist nur das schnelle Geld, in denen die auf kleine Ballen angewiesen sind.
Auch beachten sollte man das Bauern manchmal Heu vom Wegesrand in kleinen Ballen anbieten, hier bestaht die Gefahr einer Kreuzkrautvergiftung.
Nur Heu reicht ist in den Trächtigkeitsmonaten nur bedingt ausreichend, deshalb kommt man um die Zufütterung von Kraftfutter nicht herum.
Gerne werden Pellets gegeben. Aber sie haben auch Risiken, da sie erst im Magen der Tiere aufgehen und dann bei Überfütterung Magenkrämpfe die Folge sein können oder auch würgen und erbrechen durch zu hastige Narungsaufnahme. Gerne angenommen werden auch Zuckerrübenschnitzel aber nur nach 12 Std.aufweichen in Wasser.
Gerste ungequetscht mit einem kleinem Anteil Pellets ist da meiner Meinung nach eine Gute von vielen Alternativen.
Hierüber informiert gerne der Raifeisen Markt in ihrer Nähe.
Brot wird Schafen gerne gegeben und sie lieben es besonder Knäckebrot oder Zwieback doch sollte man es damit nicht übertreiben.
Nur wo Schaf draufsteht darf auch in ein Schaf rein...
...sollte man immer vor Augen haben da einige Futtermittel für Vieh oder Schweine Stoffe und Metalle enthalten die den Kamerunern Probleme bereiten können und hochgradige Vergiftungen auslösen.
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Krankheiten

Hier sind einige Schafkrankheiten aufgeführt.
Die hier aufgefürten Krankheiten sind bei Kamerunschafen möglich doch kein muß, da die Kameruner recht wiederstandsfähig sind.
Wenn es dann doch einmal ein Schaf erwischt hat ,sollte man so würde ich raten, den anruf des örtlichen Tierarzt nicht zulange hinzögern, weil man am Anfang nicht die Erfahrung hat, um welche Krankheit es sich handelt und wie groß die Ansteckungsgefahr ist da man ja immer das Wohl der Herde betrachten muß.



Moderhinke

Moderhinke ist eine Schafkrankheit die die Klauen und den Klauenzwischenraum befällt.
Befallene Tiere fangen an zu lamen, und sind im späteren Stadium der Krankheit nicht mehr in der Lage beim Grasen auf den Vorderbeinen zu stehen und gehen dann auf die Knie.
Schuld an der Erkrankung sind Bakterien die durch feuchte Böden und mangelnde Klauenpflege begünstigt werden.
In den Klauen bildet sich eine stark riechende und eitrige Flüssigkeit.
Eine Behandlung kann nur erfolgen unter besonderen Hygienischen Bedingungen, da der Erreger auch im Umfeld der Schafe anzufinden ist, wie z.b.im Stall oder auf der Weide.
Alle befallene Tiere sind außerhalb der Stallungen und der Weide die Klauen soweit wie möglich zurückzuschneiden und das erkrankte Gewebe vorsichtig zu entfernen.
Die Klauen müssen dann mit reduzierter Formalinlösung eingesprüht oder kurzzeitig gebadet werden.
Wichtig ist das nach dieser Behandlung die Schafe auf einer über mehrere Wochen nicht benutzte Weide gestellt werden, da der Erreger sich im Umfeld unter normalen Bedinungen 2-4 Wochen hält. Im Stall dagegen kann er sich unter Umständen über einige Monate halten, deshalb ist es unumgänglich den Stall zu misten, zu desinfizieren und eine Karantänezeit von 3-5 Tagen einzuhalten. Vorbeugend gibt es Impfstoffe im Handel aber viel wichtiger ist eine mindestens zwei mal im Jahr durchgeführte Klauenpflege und einen nicht zu feuchten Untergrund im Stall.
Stroh nimmt Feuchtigkeit oft schlechter auf als anderer Einstreu. Bewährt hat sich da eine Grundlage aus Sägespänen zu schaffen, und dann erst Stroh da so die Flüssigkeiten aus dem Stroh in die Späne absickern können. Außerdem kann man einfacher ausmisten da sich der Untergrund aus Spänen einfacher lösen läst.

Maedi

Maedi ist eine durch Viren Übertragene chronische Lungenuntzündung.
Untereinander wird die Krankheit durch Körperflüssigkeiten und oft vernachlässigt durch Muttermilch übertragen.
Die Schafe fangen dann im fortgeschrittenem Krankheitdstadium stark an zu husten, leiden an Atemnot bei Bewegung und durch den Gewichtsverlust an allgemeiner Schwäche.
Ohne Zweifel ist eine Diaknose nur durch einen Bluttest nachzuweisen.
Meist kommt man an eine Notschlachtung der Herde nicht vorbei. Sollte der Verlust des Erbmaterials so hoch sein kann man auch Lämmer mit der Flasche ohne Muttermilch aufziehen da erstaunlicher weise die Lämmer nicht durch die Blutban der Mutterschafe angesteckt werden. Ein Kontakt zur Herde muß dann auf jeden Fall vermieden werden.
Die Inkubationszeit kann sich über mehrere Jahre hinziehen, wer diese Gefahr ausschließen möchte kann Schafe aus Maedi unauffälliger Zucht kaufen.



Bindehautentzündung

Bindehautentzündung ist eine meist durch Fliegen auch über große Distanzen übertragene Virus Erkrankung der Augen.
Die erkrankten Tiere zeigen stark tränende Augen und eitrige Lieder.
Wenn man mit dem Beginn der Behandlung zulange wartet, fangen die Augen an milchig zu werden bis zur entgültigen Erblindung.
Die Behandlung dieser Krankheit ist sehr aufwändig, da den Schafen über mehrere Tage ( 5-7) mehrmals Täglich eine cortisonhaltige Flüssigkeit ins Auge geträufelt werden muß.
Im Handel gibt es verschiedene Mittel unter anderem auch eine cortisonhaltige Salbe die aber bei den sehr unruhigen Schafen schwer ins Auge einzubringen ist.
Die Schafe zeigen schon nach kurzer Behandlung eine Besserung, doch ist der vorgeschriebene Behandlungszeitraum unbedingt einzuhalten.
Vorbeugend ist im Handel auch ein Impfstoff erhältlich.
Wärend der Behandlungszeit sollte man auf das füttern der Schafe an einer Heuraufe,oder einem Gemeinschaftstrog verzichten, da bei dem engen Kontakt der Köpfe die Schafe sich untereinander wieder anstecken können.


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