Tippi und Co

Tipi und Co

Hier beschäftigen wir uns mit dem Zelten in Naturzelten und wollen nützliche Tips rund um den Schwerpunkt Tipi geben.



Geschichte Tipi



Verwendung



Tipis wurden vor allem von den nomadischen Ethnien der Prärien und Plains verwendet, da sich die Zelte sehr schnell auf- und abbauen ließen. In einem Tipi wohnte eine Familie, d.h. bis zu sechs oder sieben Personen.

Heute verwenden Indianer Tipis meist nur noch als zusätzlichen Wohnraum für Gäste oder bei Festen wie zum Beispiel Powwows.
Wigwam nennt sich eine Behausung der in den nördlichen Waldgebieten von Nordamerika heimischen Indianerstämme. Das Wort stammt aus der Sprache der Algonkin-Indianer und bedeutet in etwa gebrochene Stangen. Damit ähnelt die Bauweise zwar einem Tipi; es ist jedoch eine völlig andere Behausung gemeint.

Irtümlich werden Indianerzelte auch Wigwam Genannt doch unterscheidet sich diese Bauform stark von der eines Tipi im Sioux Stil

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Wigwam

Zum Bau eines Wigwam wurden junge Hickorystämme oder frische Ulmenstämme abgeholzt, von den Ästen befreit und anschließend in einem Kreis von drei bis sechs Metern aufgestellt. Je nach Größe des Wigwam benötigte man zwischen sechs bis 18 dieser bis zu fünf Meter langen Stangen. Unten wurden sie durch Eingraben in den Boden gesichert, von unten nach oben wurden sie nach und nach mit Querstangen verstrebt. Schließlich wurden die Spitzen der Stangen oben zu einer Art Rahmen zusammengebunden. Dieses Gestell wurde nun mit Grasmatten oder Schilfmatten bedeckt. Im Winter, wenn kein hohes Gras zur Verfügung stand, nahmen die Indianer auch Baumrinde von der Birke oder der Kastanie. Das Wigwam konnte, genau wie das Tipi, innen mit offenem Feuer beheizt werden.

Hauptsächlich die Waldlandindianer verwendeten diesen Behausungstyp. Er war auf eine längere Verweildauer am selben Ort ausgerichtet, konnte aber auch ohne große Einbußen an Material abgebaut und dank des überall vorhandenen Baustoffs auch schnell wieder neu errichtet werden

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Tipi damals





Ein Tipi besteht aus einem Gestell aus Stangen (dünne Stämme von Nadelbäumen) und einer halbkreisförmigen Plane. Die Plane wird über das Gestell gelegt, an der Vorderseite überlappt und mit kleinen Holzstäben zusammengesteckt. Dadurch ergibt sich die typische Kegelform. Die Plane bestand früher aus Bisonleder. Seit der Ausrottung der Bisons und der Einsperrung der Indianer in Reservationen ist das Tipituch aus festem Stoff (Segeltuch). Tipis haben eine fast kreisförmige Grundfläche von 3 bis 7 m Durchmesser. In der Mitte des Zeltes ist eine Feuerstelle und der Rest des Bodens ist mit Planen und Fellen ausgelegt.

An der Vorderseite des Tipis befindet sich über dem Eingang eine Rauchöffnung mit zwei Rauchklappen, die von hinten mit zwei Stangen gehalten werden. Mit diesen Stangen werden die Rauchklappen je nach Windrichtung ausgerichtet, damit der Rauch aus der Feuerstelle im Inneren abziehen kann. Da die Plane nicht ganz bis zum Boden reicht, sondern ca. 10 cm darüber aufhört, setzt ein Kamineffekt ein und der Rauch zieht ab. Die Plane wird mit Pflöcken am Boden verankert. Dadurch kann sie straff gespannt werden und hält selbst böigem Wind stand. Auf einigen alten Fotos sieht man auch Tipiplanen, die bis auf den Boden reichen und mit Steinen beschwert sind.

Im Inneren des Tipis befindet sich oft ein sogenanntes Lyning (Futter, Auskleidung). Dieses wird an der Innenseite der Stangen angebunden und reicht vom Boden bis in etwa 1,5 m Höhe. Es dient vor allem als Windschutz. Tipis mit Lyning sind wärmer und trockener, das Feuer brennt gleichmäßiger und es wird weniger Asche aufgewirbelt. Außerdem sind die Schattenumrisse der Menschen von außen nicht zu sehen


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TIPI heute



Heute werden die Tipis aus Baumwolle hergestellt oder besser noch aus Mischgewebe 50/50 doch hat man sich bei der Bauart ganz klar an den Vorgaben der Sioux Indianer gehalten.
Wenn man mit dem Gedanken spielt sich ein modernes Tipi zuzulegen dann muss man sich über einige Punkte im klaren sein.
Als erstes was wichtig ist ,das ist die Größe. Je größer ein Tipi ist um so Atemberaubender sieht es aus und man kommt sehr schnell ins schwärmen wenn da nicht der Transport der Stangen wäre. Die Stangen sind so ca. 20% länger als das Tipi an Durchmesser hat. Für die Größe ist entscheidend welche Bedingungen man an ein Tipi stellt denn der Transport und das Aufstellen ist nicht unerheblich. Tipis gibt es in unterschiedlichen Durchmessern wobei man meiner Meinung nach erst ab einer Größe von 4,6m ein geeignetes Feuer machen kann da man sonst nicht die Möglichkeit hat genügend Abstand zur Feuerquelle zu erreichen.
Wer die Stangen in einem Stück transportieren möchte dann ist da sicherlich ohne einen Spezialhänger bei 6,5-7,5m Stangenlänge schluß. Es besteht die Möglichkeit eine Tipistange zu teilen und mit einer Stahlhülse steckbar zu machen, dies löst sicherlich einige Transportprobleme.

Die Beschaffung der Stangen erfolgt bei dem örtlichen Förster der für recht kleines Geld Stangen zum selber abziehen anbietet (6-18€ pro Stange je nach Region und Größe).
Wichtig ist, das sie sehr sauber von der Rinde abgeschält sind. Beschädigungen an den Stangen oder auch kleine Astgabelansätzt sind später beim runterlaufen des Regenwassers Tropfstellen.




Anbieter für Tipis sind einige im Internet zu finden doch man sollte da sehr viel vergleichen besonders mit der Qualität. Wichtig sind zb. angenähte Befestigungslaschen für die Erdnägel, bei den Indianern wurde hier mit Kieselsteinen gearbeitet die in das Tuch gelegt wurden und dann mit einer Seilschlinge am Erdnagel befestigt. Diese Art findet man heute noch bei einigen Herstellern wobei dann dort Murmeln verwendet werden. Doch Vorsicht, diese Art der Befestigung bringt Falten in das Tipituch wo dann später eine schnellere Verrottung einsetzt.

Das Tuch selber wird meistens aus unterschiedlichen Tuchqualitäten hergestellt (200-600g/qm) wobei hier wichtig ist ob angegeben wird erstens pro qm oder zweiten pro laufenden Meter. Da die Stoffbahn meist 1,4m-1,6m breit ist reduziert sich da das Tuchgewicht also um einiges. Achtung hier ist Vorsicht geboten denn da tricksen die Händler und Anbieter.
Wer sein Tipi das ganze Jahr nutzt, sollte ein 400g/qm Tuch in einem Mischgewebe wählen da dieses sehr robust ist und nach dem Regen sehr schnell wieder abtrocknet.
Trotz allem kann ich nur empfehlen das Tipi im Winter abzubauen somit verlängert sich die Lebensdauer enorm.

Holzkleinteile wie Pins zum verschließen des Tipi über dem Eingangsbereich oder Stangen für die Tipitür können nachgebaut werden, Erdnägel bekommt man bei dem nächsten Campinggeschäft.

Das Lyning ist das Innenzelt welches im Tipizelt an den Stangen bis in eine Höhe von ca. 2m befestigt wird. Da bei Regen die Feuchtigkeit an den Stangen runterlaufen kann, schützt das Lyning vor der möglichen Berührungsfeuchtigkeit. Wichtig ist das das Lyning nicht direkt an den Stangen anliegt da sonst das Material Feuchtigkeit zieht. Wichtig ist auch, das das Material da es Bodenkontakt hat, einen Streifen witterungsbeständiges Material angenäht hat das erhöht die Haltbarkeit und verhindert ein aufsaugen der Bodenfeuchtigkeit.
Ein weiterer Punkt ist das durch das Lyning da es auf dem Boden aufliegt und dem Abstand des Tipi selbst zum Boden eine art Kamineffekt entsteht das ist Hilfreich beim Feuermachen und es erzeugt in der Sonnen eine gute Belüftung.

Es gibt auch noch im Zubehör ein Ozan für Tipis welches dann den ganzen oder einen Teil des Innenraums nach oben hin an der Befestigungskante des Lyning abteilt und gegen abtropfendes Wasser von den Stangen schützt.
Klarer Nachteil ist das man den unglaublichen Blick durch die Rauchklappe zu den Sternen verliert.

Auch gibt es ein "Hut" der über das Ende der Tipistangen gestülpt wird und somit das reinregnen am Stangenkreuzzugspunkt verhindert.
Ich selber weiß nicht, wie ich den in 7m Höhe befestigen soll und er macht optisch nicht viel her.

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Unser Tipi

Wir haben lange nach einem geeigneten Tipi gesucht und unsere Vorgaben waren da ganz klar.
5-7 Personen, die Möglichkeit Feuer zu machen, und aus Transportgründen eine max. Stangenlänge von 7,5m. Somit waren wir dann auf der Suche und es stellte sich nicht als einfach da, denn Qualitäten gibt es von bis. Wir haben uns dann schließlich für ein Tipi der Firma Südpfalz Adventures entschieden und wie es sich herausstellte eine richtig gute Wahl. Es ist ein 5,6m in 400g/qm Stoffqualität mit einem Lyning mit 200g/qm Stoffqualität die Stangen waren bei unserem ersten Aufbau 8,5m und wurden dann für den Transport auf 7,5m reduziert.Dieses Tipi zeigt sich rein äußerlich wie ein normales Tipi doch wenn man dann näher hinsieht bemerkt man bei der Verarbeitung den Einzug des Vortschritts.
Wir hatten das Tipi das erste mal aufgebaut bei einem Westernrodeo 2006 und das Wetter war sehr durchwachsen. Es hat super gehalten auch bei Regen und stärkerem Wind. Erstaunlich war, das nach nur kurzer Zeit im Wind das Tuch schon wieder trocken war.
Ein großes Lob an den Hersteller denn selten werden Versprechen so eingehalten.

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Aufbauanleitung Tipi

Hier werden wir nach dem nästen Aufbau des Tipi eine bebilderte Aufbauanweisung anbieten.

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